# Postmaster Tools v2: was du stattdessen beobachten solltest

Kanonische URL: https://brew.new/de/blog/postmaster-tools-v2-what-to-monitor
Autor: Thomas Park
Veröffentlicht: 2026-10-08
Aktualisiert: 2026-10-08

Google Postmaster Tools ist das kostenlose Dashboard von Google, das zeigt, wie Gmail Massen-E-Mails von einer Domain behandelt, die du per DNS-Eintrag verifiziert hast. Version 2 löst Version 1 ab und verzichtet auf die Reputationsbewertungen für Domains und IPs, die viele Teams jeden Morgen geprüft haben. Hier erfährst du, was v2 zeigt, wo die API steht und was wir stattdessen jede Woche prüfen.

## Das Wichtigste in Kürze

- v2 behält Spamrate, Feedback Loop, Authentifizierung, Verschlüsselung und Zustellungsfehler und ergänzt den Compliancestatus. Domain- und IP-Reputation sind aus den Dashboards und der API verschwunden.
- Das neue Urteil der Zustellbarkeitsanalyse, etwa dass deine Spamrate über 0,1 % liegt, kommt in v2 einem Reputationssignal am nächsten.
- Halte die Spamrate bei Gmail unter 0,1 % und lass sie nie 0,3 % erreichen, sonst hilft Google erst wieder, wenn sie 7 Tage in Folge unter 0,3 % bleibt.
- Ersetze das Diagramm durch wöchentliche Prüfungen pro Provider: Spamrate, Bounce-Codes und Klicks, dazu DMARC-Reports, Blocklists und einen Seed-Test.
- Seed-Tests sind ein Smoke-Test für Authentifizierung und Inhalt, keine Placement-Rate.

## Was sich geändert hat und wann

Al Iverson von Spam Resource [berichtete im September 2025](https://www.spamresource.com/2025/09/google-changes-coming-to-gpt.html), dass Nutzer „ab dem 30. September 2025 nur noch Zugriff auf die neuere Version (v2)“ haben würden. Im November 2025 legte Google eine Pause ein, und am 20. August 2026 [meldete Iverson, dass die Pause aufgehoben ist](https://www.spamresource.com/2026/08/gpt-v1-retirement-and-important-updates.html): „GPT V1 wird jetzt schrittweise eingestellt.“

Die Zeitleiste laut den [Release Notes der Gmail API](https://developers.google.com/workspace/gmail/release-notes) und Spam Resource:

| Datum | Was passiert ist |
| --- | --- |
| 2024 | Postmaster Tools v2 startet parallel zu v1 |
| 2. Dez. 2025 | v2beta-API als Developer Preview |
| 3. Feb. 2026 | API v2 allgemein verfügbar |
| 24. Juni 2026 | Domain- und Nutzerverwaltung in der API; der Compliancestatus liefert das Urteil der Zustellbarkeitsanalyse |
| 20. Aug. 2026 | Spam Resource meldet, dass der Zugriff auf v1 Konto für Konto entfernt wird |

Die Seiten von Google hinken hinterher. Anfang Oktober hieß es im [Hinweis zur Einstellung](https://support.google.com/mail/answer/16594218) noch ohne Datum, Google verschiebe „die Einstellung der alten Postmaster Tools-Weboberfläche“, und die [Absenderrichtlinien](https://support.google.com/mail/answer/81126) raten weiterhin, „den Ruf Ihrer Domain und IP-Adresse mit Postmaster Tools“ zu überprüfen. Für die meisten Konten ist v1 aber schon verschwunden.

## Was Postmaster Tools v2 zeigt

![Eine Tabelle, die Postmaster Tools v1, die Dashboards von v2 und die v2-API Zeile für Zeile vergleicht. Die Zeilen zur Domain- und IP-Reputation sind als eingestellt markiert, und für jede Zeile ist ein Ersatzsignal angegeben.](/images/blog/postmaster-tools-v2-what-to-monitor-v1-vs-v2.png)

*Was geblieben ist, was neu ist und was du statt der Reputation beobachten solltest.*

Laut Googles [Hilfeseite zu den Dashboards](https://support.google.com/mail/answer/14668346) beziehen sich alle Dashboards nur auf private Gmail-Konten, werden innerhalb von etwa 24 Stunden aktualisiert, verwenden UTC und können an Tagen mit geringem Volumen Lücken zeigen.

### Compliancestatus

Für jeden Absender gibt es fünf Prüfungen anhand der Absenderrichtlinien: SPF und DKIM, DNS-Einträge, Formatierung von Nachrichten, Verschlüsselung und Spamrate. Für Bulk-Sender, also ab etwa 5.000 E-Mails pro Tag an Gmail, kommen DMARC, Abmelden mit nur einem Klick und das Respektieren von Abmeldungen hinzu.

Die Zeilen zeigen „Konform“, „Verbesserung nötig“ oder „Keine Daten gefunden“. Es sind gleitende Durchschnitte, daher dauert es bis zu 7 Tage, bis sich eine Korrektur zeigt. Ausgewertet werden nur primäre Domains: Verifizierst du `email.example.com`, beziehen sich die Zeilen auf ganz `example.com`. Die Zeile „Abmeldungen respektieren“ zeigt „Verbesserung nötig“, wenn Abmeldungen länger als 48 Stunden dauern, und Google zählt eine Anfrage auch dann, wenn dein CDN oder deine Firewall sie blockiert hat.

### Zustellbarkeitsanalyse

Die API liefert dieses Urteil pro Domain als `deliverabilityStatusVerdict` aus `domains.getComplianceStatus`. Iverson hat [jede Meldung mit ihrem API-Wert aufgelistet](https://www.spamresource.com/2026/09/gpt-lets-talk-deliverability-analysis.html):

| Meldung im Dashboard (sinngemäß) | Grund in der API | Was zu tun ist |
| --- | --- | --- |
| Nutzer signalisieren, dass sie deine E-Mails bekommen wollen | `USER_FEEDBACK_POSITIVE` | Nichts. Das ist das Ziel. |
| Nicht genug ausgehende E-Mails | `MESSAGE_VOLUME_LOW` | Versende gleichmäßig und steigere das Volumen langsam. |
| Du erfüllst die Absenderanforderungen nicht | `SENDER_NOT_COMPLIANT` | Behebe die Zeilen mit „Verbesserung nötig“ im Compliancestatus. |
| Viele Nachrichten mit Zustellungsfehlern | `SMTP_ERRORS_HIGH` | Lies die 4xx- und 5xx-Antworten von Gmail und versende langsamer. |
| Nutzer signalisieren, dass sie deine E-Mails nicht bekommen wollen | `USER_FEEDBACK_NEGATIVE` | Prüfe, wen du anschreibst, wie oft und was du versendest. |
| Nutzer reagieren nicht auf deine Nachrichten | `USER_FEEDBACK_LOW` | Streich lange inaktive Empfänger und ändere die Inhalte. |
| Deine Spamrate liegt über 0,1 % | `SPAM_RATE_HIGH` | Dringend. Schreib die Quellen, die Beschwerden auslösen, nicht mehr an. |

Achte auf `USER_FEEDBACK_LOW`. Es gibt keine Bounces, die Spamrate sieht gut aus, und trotzdem ignorieren dich die Leute. In v1 sah das so aus, als würde die Reputation von „Hoch“ auf „Mittel“ rutschen.

### Die Dashboards, die geblieben sind

Die Spamrate ist der Anteil der in den Posteingang zugestellten, per DKIM authentifizierten E-Mails, den Empfänger als Spam markiert haben. Feedback Loop schlüsselt sie nach deinem Header `Feedback-ID` auf und zeigt, welcher Versandstrom Beschwerden auslöst. Authentifizierung zeigt die Erfolgsquoten für SPF, DKIM und DMARC, Verschlüsselung den Anteil, der über TLS versendet wurde.

Am wichtigsten ist jetzt das Dashboard „Zustellungsfehler“: der Anteil authentifizierter E-Mails, die Gmail abgelehnt oder zurückgestellt hat, samt Gründen. Die Ablehnungsgründe der v2-API sind `bad_attachment`, `bad_or_missing_ptr_record`, `ip_in_rbls`, `low_domain_reputation`, `low_ip_reputation`, `spammy_content`, `stamp_policy_error` und `other`. Die Reputation taucht nur noch als Ablehnungsgrund auf, nachdem sie dich bereits E-Mails gekostet hat.

## Was verschwunden ist und warum

Die alten Dashboards bewerteten jede Domain und IP als „Schlecht“, „Gering“, „Mittel“ oder „Hoch“. Laut dem Hinweis von Google sind die Daten „für die meisten Absender nicht einfach zu nutzen“, Änderungen im Absenderverhalten werden „nur langsam im vorhandenen Dashboard widergespiegelt“, und das Dashboard „kann irreführend sein, da der Absenderstatus nur einer von vielen Faktoren ist, die sich auf die Zustellbarkeit auswirken“.

Nachvollziehbar, und trotzdem ein Verlust. Wie Iverson im August schrieb, zeigte das Diagramm über Wochen hinweg, ob eine Reparatur wirkt. Das Urteil zeigt nur den heutigen Stand. Neue Dashboards sind angekündigt, aber ohne Datum.

## Wo die API von Postmaster Tools steht

Googles [Migrationsleitfaden](https://developers.google.com/workspace/gmail/postmaster/guides/migration-v2) für das allgemein verfügbare v2: Aus `trafficStats` wird `domainStats`, eine einzige Methode `domains.domainStats.query` ersetzt `get` und `list`, `domainStats:batchQuery` deckt mehrere Domains pro Aufruf ab, und `domains.getComplianceStatus` ist neu.

Die Metriken von v2 sind `SPAM_RATE`, `FEEDBACK_LOOP_ID`, `FEEDBACK_LOOP_SPAM_RATE`, `AUTH_SUCCESS_RATE`, `TLS_ENCRYPTION_RATE`, `TLS_ENCRYPTION_MESSAGE_COUNT`, `DELIVERY_ERROR_COUNT` und `DELIVERY_ERROR_RATE`. Laut Google umfasst v2 „alle bestehenden Funktionen von v1, mit Ausnahme der Domain- und IP-Reputation“, und „die aktuelle v1-API wird eingestellt“. Ein Datum gibt es noch nicht. Bau nichts Neues mehr auf v1 auf.

Tägliche Spam- und Ablehnungsraten für eine Domain:

```http
POST https://gmailpostmastertools.googleapis.com/v2/domains/example.com/domainStats:query
Authorization: Bearer <oauth-token with postmaster.traffic.readonly>
Content-Type: application/json

{
  "metricDefinitions": [
    { "name": "spam_rate", "baseMetric": { "standardMetric": "SPAM_RATE" } },
    {
      "name": "reject_rate",
      "baseMetric": { "standardMetric": "DELIVERY_ERROR_RATE" },
      "filter": "error_type = \"reject\""
    }
  ],
  "timeQuery": {
    "dateRanges": {
      "dateRanges": [
        { "start": { "year": 2026, "month": 9, "day": 28 },
          "end": { "year": 2026, "month": 10, "day": 4 } }
      ]
    }
  },
  "aggregationGranularity": "DAILY"
}
```

Start- und Enddatum sind inklusive. Ein fehlender Tag bedeutet geringes Volumen, nicht null Beschwerden. Wenn ein internes Dashboard noch die Reputation aus v1 ausliest, lösch dieses Panel.

## Ein Monitoring-Plan, der das Reputationsdiagramm ersetzt

Kein einzelnes Signal ersetzt die Reputation, aber zusammen warnen dich diese Signale früher als das alte Diagramm.

### Spamrate pro Provider

Laut Googles [Absender-FAQ](https://support.google.com/mail/answer/14229414) solltest du unter 0,1 % bleiben und 0,3 % nie erreichen. Schon über 0,1 % schadet das Bulk-Sendern. Ab 0,3 % kommst du nicht mehr für Abhilfemaßnahmen infrage, und Google bearbeitet Supportanfragen erst, wenn du 7 Tage in Folge unter 0,3 % bleibst.

Gmail zählt nur E-Mails im Posteingang. Landet viel im Spamordner, sieht die Rate deshalb gesund aus. Sinken Spamrate und Klicks gleichzeitig, ist das eine schlechte Nachricht.

Die [Best Practices für Absender](https://senders.yahooinc.com/best-practices/) von Yahoo nennen dieselbe Obergrenze von 0,3 %. Ein ESP, der durch alle zugestellten E-Mails teilt, einschließlich Spamordner, weist niedrigere Werte aus als beide.

### Bounce- und Deferral-Codes pro Provider

SMTP-Antworten sind dein direktestes Feedback. Gruppiere Bounces und Deferrals jede Woche nach Provider und Code. Die wichtigsten aus Googles [Referenz der SMTP-Fehler](https://knowledge.workspace.google.com/admin/support/troubleshooting/gmail-smtp-errors-and-codes) und von den Seiten der jeweiligen Provider:

| Provider | Antwort | Bedeutung |
| --- | --- | --- |
| Gmail | `421 4.7.0` „very low reputation of the sending IP address“ oder „sending domain“ | Reputationsproblem, zurückgestellt. Der Text verrät, ob IP oder Domain. |
| Gmail | `550 5.7.1` „likely unsolicited“ oder „very low reputation“ | Als Spam abgelehnt |
| Gmail | `421 4.7.28` „unusual rate of unsolicited email“ | Gedrosselt nach IP, Domain oder der Domain einer URL |
| Gmail | `4.7.27`, `4.7.30`, `4.7.31`, `4.7.32` | SPF fehlgeschlagen, DKIM fehlgeschlagen, kein DMARC-Eintrag, From ohne Alignment |
| Microsoft | `550 5.7.515` | Eine Domain mit mehr als 5.000 E-Mails pro Tag erfüllt die [Authentifizierungsanforderungen](https://techcommunity.microsoft.com/blog/microsoftdefenderforoffice365blog/strengthening-email-ecosystem-outlook%E2%80%99s-new-requirements-for-high%E2%80%90volume-senders/4399730) von Outlook nicht |
| Yahoo | `421` oder `451` | Vorübergehend, unter anderem wegen Beschwerden und ungewöhnlichem Traffic ([Fehlercodes von Yahoo](https://senders.yahooinc.com/smtp-error-codes/)) |
| Yahoo | `553` oder `554` | Dauerhaft, unter anderem bei DMARC-Fehlern und Spamhaus-Listungen. Nicht erneut versuchen. |

Lies den Text nach dem Code. Googles Referenz listet zehn verschiedene Antworten mit `4.7.0` auf, von einem fehlenden PTR-Eintrag bis zu niedriger Domain-Reputation.

### Klicks pro Provider

Gmail beurteilt dich nach dem Verhalten der Empfänger. Erfasse deshalb eindeutige menschliche Klicks pro zugestellter Nachricht, pro Provider und pro Woche. Ein Rückgang bei einem Provider bedeutet meist, dass dort gefiltert wird; ein Rückgang überall bedeutet meist, dass sich Inhalt oder Zielgruppe geändert haben.

Öffnungen taugen dafür nicht: Mit [„Mail-Aktivität schützen“](https://www.apple.com/legal/privacy/data/en/mail-privacy-protection/), Apples Mail Privacy Protection, werden externe Inhalte standardmäßig „im Hintergrund geladen – unabhängig davon, was du mit der E-Mail machst“. Lass auch Klicks von Sicherheitsscannern weg ([wie wir einen echten Klick zählen](/de/blog/email-metrics-that-matter)).

Eine Falle: Unternehmen mit Google Workspace nutzen eigene Domains. Werte gmail.com, outlook.com, hotmail.com, yahoo.com und icloud.com als Provider und den Rest als geschäftliche Adressen.

### Seed-Tests: wofür sie taugen

Ein Seed-Test meldet für feste Adressen bei jedem Provider, ob die E-Mail im Posteingang oder im Spam gelandet ist oder fehlt. Er findet, was jeden Empfänger treffen würde: einen kaputten DKIM-Schlüssel, eine Link-Domain auf einer Blocklist, spamverdächtige Inhalte. Seed-Adressen haben keine Historie mit dir, keine Öffnungen, Antworten oder Klicks auf „Kein Spam“, und Gmail entscheidet teilweise pro Empfänger. Auf der [Seite zu den Performance-Feeds](https://senders.yahooinc.com/email-deliverability-performance-feeds/) schreibt Yahoo, dass Panel- und pixelbasiertes Tracking „die Privatsphäre und Sicherheit unserer Nutzer gefährden und gegen unsere Bedingungen und Richtlinien verstoßen kann“. Führ einen Seed-Test nach Änderungen an DNS, Domain, Vorlage oder Link-Domain und vor großen Versänden durch. Gib ihn nie als deine Placement-Rate aus.

### Yahoo Sender Hub und Microsoft SNDS

Die [Ansicht „Insights“](https://blog.postmaster.yahooinc.com/post/798590258207916032/introducing-insights) im Sender Hub von Yahoo zeigt Beschwerderate und Zahl der Zustellungen pro verifizierter DKIM-Domain, bezogen auf E-Mails im Posteingang und ab einem täglichen Mindestvolumen. Melde dieselben Domains im Complaint Feedback Loop von Yahoo an, um Berichte zu jeder einzelnen Beschwerde zu bekommen; IP-basierte Feedback Loops gibt es nicht mehr.

SNDS von Microsoft, seit diesem Jahr auf einem neuen Portal, zeigt Volumen, Beschwerderate und ein Filterergebnis pro IP, die du kontrollierst. Laut [SNDS-FAQ](https://substrate.office.com/ip-domain-management-snds/SNDS/FAQ) steht Grün für weniger als 10 % als Spam eingestufte Nachrichten, Gelb für 10 % bis 90 % und Rot für mehr als 90 %; eine Beschwerderate unter 0,3 % nennt die FAQ „eine gute Messlatte“. Der Zugang läuft 10 Monate nach Freigabe oder Migration ab, trag dir die erneute Bestätigung also in den Kalender ein. Geteilte IPs lassen sich nicht registrieren. Frag deshalb deinen Anbieter, was er überwacht.

### Aggregierte DMARC-Reports und Blocklists

Aggregierte Reports zeigen jede Quelle, die deine From-Domain nutzt, und ob SPF und DKIM bestanden haben und Alignment vorlag. Maßgeblich für das Format ist jetzt [RFC 9990](https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc9990.html). Er wurde im Mai 2026 veröffentlicht und löst zusammen mit RFC 9989 und RFC 9991 den RFC 7489 ab. Veröffentliche eine `rua`-Adresse, die auf ein Tool zeigt, das die Reports auswertet:

```dns
_dmarc.example.com.  IN  TXT  "v=DMARC1; p=quarantine; rua=mailto:dmarc-reports@example.com"
```

Achte auf neue Quellen, sinkendes DKIM-Alignment und ungewohntes Volumen. Nach einem plötzlichen Einbruch bei Gmail prüfen wir zuerst die Authentifizierung; dort ist die Korrektur meist am schnellsten.

Dann die Blocklists. Die [Domain Blocklist](https://www.spamhaus.org/blocklists/domain-blocklist/) von Spamhaus erfasst Domains, auch Link- und Bild-Domains im Inhalt deiner E-Mails; die SBL erfasst IPs. Gmail meldet IP-Listungen als `ip_in_rbls`.

## Die wöchentliche Checkliste

Die Werte 0,1 % und 0,3 % sowie die SNDS-Schwellen stammen von Google, Yahoo und Microsoft. Die Schwellenwerte für Bounces und Klicks sind unsere eigenen, passe sie also an deine Ausgangswerte an.

| Prüfung | Wo | Gesund | Handeln, wenn | Erster Schritt |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Spamrate bei Gmail | Postmaster Tools v2 oder API | Unter 0,1 % | 0,1 % oder mehr an irgendeinem Tag | Den Versandstrom im Feedback Loop finden und pausieren |
| Urteil von Gmail | Zustellbarkeitsanalyse | `USER_FEEDBACK_POSITIVE` | Ein anderes Urteil, 2 Wochen lang | Die Maßnahme zu diesem Urteil aus der Tabelle oben umsetzen |
| Compliance bei Gmail | Compliancestatus | Alles „Konform“ | Irgendwo „Verbesserung nötig“ | Beheben, dann 7 Tage auf die Aktualisierung warten |
| Beschwerden bei Yahoo | Sender Hub Insights | Deutlich unter 0,3 % | 2 Wochen in Folge steigend | Feedback-Loop-Berichte nach Kampagne prüfen |
| Outlook-IPs | SNDS (nur eigene IPs) | Grün | Ein gelber oder roter Tag | Volumen und Zielgruppe dieses Tages vergleichen |
| Bounces und Deferrals | Bounce-Log, nach Provider | Unter 1 % Hard Bounces | Über 2 % oder Text zu Reputation oder Rate Limit | Versand verlangsamen und die vollständige Antwort lesen |
| Klicks pro Provider | Deine Analysen | Weniger als 20 % Abweichung vom Schnitt der letzten 8 Wochen | Ein Provider 20 % oder mehr im Minus | Nächsten Versand per Seed-Test prüfen, Inaktive dort aussortieren |
| Authentifizierung | Aggregierte DMARC-Reports | Bekannte Quellen bestehen, mit Alignment | Neue Quelle oder sinkendes Alignment | DNS oder das DKIM des Anbieters vor dem Versand korrigieren |
| Blocklists | Spamhaus-Abfrage | Nicht gelistet | Jede Listung | Ursache finden, dann Delisting beantragen |
| Seed-Test | Placement-Tool | Posteingang bei jedem großen Provider | Spam bei irgendeinem Provider | Mit der letzten bestandenen Version abgleichen |

## So geht das in Brew

Brew deckt die Prüfungen ab, die auf deinen eigenen Versanddaten beruhen. Lass Postmaster Tools, Sender Hub und SNDS parallel dazu offen.

[`get_domain_health`](https://docs.brew.new/api-reference/public-v1/domains/get-domain-health) (MCP-Tool oder `GET /v1/domains/{domainId}/health`) ist kostenlos. Es liefert ein Urteil (`healthy`, `at_risk` oder `critical`), den Status von SPF, DKIM und DMARC, einen Score von 0 bis 100 mit Trend sowie Signale mit Vorschlägen zur Behebung. Die Säule „Reputation“ nutzt die eigenen Bounce- und Beschwerderaten von Brew aus deinen Kampagnen- und Automatisierungsversänden, pro Domain, wenn das Volumen ausreicht, sonst für den ganzen Workspace. Diese Säule macht 25 % des Scores aus und nutzt dieselben Schwellen von 0,1 % und 0,3 %; bei 0,3 % oder mehr und mindestens drei Beschwerden ist der Score bei 40 gedeckelt. `include=scoreHistory` liefert bis zu 50 Snapshots, so bekommst du wieder eine Trendlinie.

`create_inbox_placement_test` sendet eine echte E-Mail über deine verifizierte Domain an Seed-Postfächer bei Gmail, Outlook, Yahoo, Apple und weiteren Anbietern, für 10 Credits zuzüglich des kleinen Versands. Wenn du eine Marketing-Domain verifizierst, startet außerdem ein kostenloser Durchlauf mit fünf Vorlagenvarianten, von „Schlichte Notiz“ bis „Werblich“. Die Einschränkungen zu Seed-Tests von oben gelten auch hier.

Für Klicks pro Provider fragst du den [Events-Feed](https://docs.brew.new/api-reference/public-v1/analytics/unified-events-feed) zweimal ab: `GET /v1/analytics/events?eventType=clicked&groupBy=recipientDomain&bucket=week` und dann dasselbe mit `eventType=delivered`. Teile pro Domain und Woche das eine durch das andere. Bot-Klicks sind standardmäßig ausgeschlossen. Es handelt sich um Event-Zahlen: Wer zweimal klickt, zählt doppelt. Um einen Rückgang von 20 % bei einem Provider zu erkennen, reicht das, aber es ist nicht die eindeutige Klickrate aus deinen Versandberichten. Gruppierte Zählungen lesen die neuesten 20.000 Events. Bei einer Liste mit hohem Volumen übergibst du deshalb `from` und `to` jeweils für eine Woche und prüfst das Flag `truncated`. Für Probleme setzt du `bounced`, `complained` oder `delivery_delayed` ein; Statuscodes stehen weiterhin in deinem Bounce-Log.

## Häufig gestellte Fragen

### Zeigt Google Postmaster Tools noch die Domain-Reputation?

Nein. Weder v2 noch die zugehörige API haben eine Reputationsmetrik. Niedrige Reputation taucht nur noch als Ablehnungsgrund unter „Zustellungsfehler“ auf, und das Urteil der Zustellbarkeitsanalyse ist der nächstliegende Ersatz.

### Welche Spamrate lässt Gmail zu?

Google rät, unter 0,1 % zu bleiben und 0,3 % nie zu erreichen. Schon über 0,1 % schadet das Bulk-Sendern, und ab 0,3 % hilft Google erst, wenn die Rate 7 Tage in Folge unter 0,3 % bleibt.

### Funktioniert die v1-API von Postmaster Tools noch?

Google kündigt an, dass die v1-API eingestellt wird, und rät zur Migration auf v2, das seit dem 3. Februar 2026 allgemein verfügbar ist. Ein Datum hat Google aber noch nicht genannt. v2 deckt alles außer der Reputation ab.

### Warum ist mein Postmaster-Tools-Dashboard leer?

Postmaster Tools blendet Daten an Tagen aus, an denen das Volumen an private Gmail-Konten gering ist. Die Spamrate zählt nur per DKIM authentifizierte E-Mails, und die verifizierte Domain muss zur DKIM- oder SPF-Domain deiner E-Mails passen. Die Zustellbarkeitsanalyse meldet zu wenig ausgehende E-Mails, solange Gmail deine Domain noch nicht beurteilen kann.

### Sind Inbox-Placement-Tests mit Seed-Postfächern für Gmail zuverlässig?

Für Probleme, die jeden Empfänger treffen, etwa fehlgeschlagene Authentifizierung oder einen Link auf einer Blocklist: ja. Das Engagement der Abonnenten erfassen sie nicht. Beurteile das tatsächliche Placement deshalb anhand von Spamrate, Klicks pro Provider und dem Urteil von Gmail. Unser [Leitfaden zur Zustellbarkeit](/de/blog/email-deliverability) und der [State of Email für September](/de/blog/state-of-email-september-2026) beleuchten den größeren Zusammenhang.
